Filtrationsaufgaben in der Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie werden immer vielfältiger: Organische oder anorganische Partikel, gegebenenfalls hohe Durchflussraten, definierte Abscheideraten, aggressive Medien oder hohe Temperaturen erfordern eine anwendungsspezifische Wahl. Für solche anspruchsvollen Filtrationsaufgaben bedarf es eines breit abgestimmten Sortiments an Filterkerzen und -beuteln.
Der Prozessverantwortliche benötigt Filterkerzen in unterschiedlichen Materialien, Porengrössen sowie Adapter- und Endstückausführungen. Für hohe Durchflussraten greift er beispielsweise zu gefalteten Filterkerzen, für definierte Abscheideraten bis in den Submikronbereich zu Membranfilterkerzen, für die physikalischen Reinigung von Wasser Hohlfaserfilter (z.B. Entfernung von Bakterien und Parasiten, wie Salmonellen, Kolibakterien und Amöben).
Bei besonders hohen Anforderungen an die Wasseraufbereitung, generell in der Prozessfiltration, speziell in der Feinchemie und für sterile Anwendungen wird man auf Filz-, Mikrofaser- und Monofilament-Beutel setzen. Sie zeichnen sich durch hohe Schmutzaufnahmekapazität, lange Standzeiten und hohe chemische Beständigkeit aus.
Speziell im Reinraumbereich fällt die Wahl für zentralen Medienversorgungsanlagen (z.B. Wasseraufbereitung, Reinstwassererzeugung) oft auf Filz-Beutel. Allgemein für geschlossene Medienkreisläufe (sog. Loop-Systeme) und im Besonderen für Abfüllanlagen für kritische flüssige Pharmazeutika wird die Entscheidung in der Regel zu Gunsten von Mikrofaser-Beuteln fallen. In weiten Teilen der Lebensmittel- und Kosmetikproduktion unter Reinraumbedingungen sowie zur Partikel-Rückgewinnung in der Pulvermetallurgie oder der Katalysatorherstellung bieten sich Monofilament-Beutel an.
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