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Erfindungen, die das Leben verbessern

(04.01.2021) Wenn innovative Projekte und Leistungen im Technologietransfer herausragen, sollen sie entsprechend gewürdigt werden. Unter den Innovationen, die 2020 und darüber hinaus eine Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft schlagen, sind drei Entwicklungen, die nun mit dem «Empa Innovation Award» ausgezeichnet wurden: ein Nanopartikel-Kleber für Wunden, eine transparente Corona-Maske und eine Software für nachhaltige Energienutzung.


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Sichtbares Lächeln: Die transparente Hello-Mask erlaubt auch nonverbale Kommunikation zwischen Patienten und Pflegepersonal. (Bild. EPFL)



Der erste Preis des diesjährigen «Empa Innovation Award» geht an eine Gesundheitstechnologie, die chirurgisches Nahtmaterial in Rente schickt: Nanoglue ist eine neuartige Gewebekleber-Technologie, die eine schnellere und sicherere Wundheilung verspricht. Entwickelt wurde sie von Forschenden des «Particles-Biology Interactions» Labors der Empa in St. Gallen in Zusammenarbeit mit den Nanoparticle Systems Engineering Lab der ETH. Ihr Ansatz unterscheidet sich radikal von bestehenden Lösungen, da er die wundheilenden Eigenschaften von anorganischen Hybridmaterialien nutzt.


Anders als bisherige Wundkleber, die hauptsächlich aus dem körpereigenen Protein Fibrin bestehen, basiert die Technologie auf einer Kombination aus anorganischen Nanopartikeln. Die adhäsiven Partikel binden sich je nach Rezeptur besonders gut an Knochen oder Weichgewebe. Weitere wundheilende Wirkungen, wie beispielsweise eine beschleunigte Blutgerinnung, sind erfolgversprechend für die Behandlung von äusseren und


Transparente Corona-Maske
Ebenso ausgezeichnet wurde das Hello-Mask-Projekt, bei dem Forschende der Empa und der EPFL eine transparente Gesichtsmaske entwickelten. Es handelt sich bei der Hello-Mask um ein Paradebeispiel einer Innovation, die die Probleme von morgen lösen kann: Bereits 2018 startete das ehrgeizige Team mit dem Ziel, transparente Chirurgenmaske zu produzieren, die zwar Keime abhalten, nicht jedoch die Lippenbewegung und Mimik des Trägers verdecken. Während Gesichtsmasken aufgrund der Corona-Pandemie mittlerweile millionenfach im Alltag verwendet werden, wuchs zeitgleich das Bedürfnis nach transparenten Masken in verschiedenen Bevölkerungsgruppen wie Gesundheits- oder Schulpersonal. Gehörlosenverbände und Pflegeheime sind ebenfalls stark an einer derartigen Maske interessiert.


Zeitgleich arbeitet das 2020 gegründete Start-up-Unternehmen «HMCare» der Empa und der EPFL mit Feuereifer an der Markteinführung der Hello-Mask. Bis Mitte 2021 soll die transparente Chirurgenmaske nun erhältlich sein. «Die vollständig durchsichtige Maske wurde vor allem mit dem Ziel entwickelt, die Beziehung zwischen Pflegepersonal und Patienten zu verbessern«, so Empa-Forscher Joshua Avossa von der Abteilung «Biomimetic Membranes and Textiles» in St. Gallen, der die Auszeichnung entgegennahm. Um insbesondere Transparenz, Beständigkeit und Porosität in Einklang zu bringen, waren zwei Jahre gemeinsamer Forschung an der Empa und der EPFL erforderlich. Das Ergebnis ist eine Membran aus einem speziell für diese Anwendung entwickelten Polymer. «Wir können derartige feine Membranen mit einer Porengrösse von etwa 100 Nanometern mittels so genanntem Elektrospinnen herstellen», so der Forscher. Die Anordnung der Fasern sorgt für winzige Zwischenräume, die zwar Luft durchlassen, Viren und Bakterien aber zurückhalten.


Nachhaltige Energiesysteme
Unter den Preisträgern des «Empa Innovation Award» ist zudem «Urban Sympheny», eine Softwareplattform für die Planung nachhaltiger Energiesysteme. Das 2020 gegründete Spin-off der Empa konzentriert sich auf die softwarebasierte Unterstützung bei der Planung nachhaltiger Energiesysteme für Stadtteile, Bezirke und Gemeinden. Die Softwareplattform wurde in der Empa-Abteilung «Urban Energy Systems» im Rahmen des «Swiss Competence Center for Energy Research» (SCCER) «Future Energy Efficient Buildings & Districts» entwickelt. 2019 wurde Urban Sympheny bereits von Venture Kick ausgezeichnet.


Pressemitteilung Empa (gekürzt)


Kontakt:
Empa
Überlandstrasse 129
CH-8600 Dübendorf
+41 58 765 11 11
www.empa.ch

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