Banner SRRT 3 CRT-AG_Online_Banner_240x60px_270720 CanControl_240x60_ 01_2020-03-10 banner ccr [240x60]
Visionen für den klimaschonenden Reinraumbetrieb

(13.11.2020) Für viele Reinraumanwendungen ist keine definierte Luftdichtheit erforderlich. Dennoch kann es Sinn machen, eine nach VDI 2083 Blatt 19 definierte Dichtheit zu realisieren, um gezielt und in wirtschaftlichen Grössen Energie einzusparen – nach STZ EURO vielleicht sogar öfter, als gedacht.


13.11.-Visionen-(Michae-lKu

Dipl.-Ing. (FH) Michael Kuhn, Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Energie-, Umwelt und Reinraumtechnik, Lehrbeauftrager für Reinraumtechnik und Vorsitzender VDI 2083-19.



In sehr vielen Reinräumen wird nicht durchgängig, sondern im ein- oder zwei-Schicht-Betrieb produziert. Während der Ruhephasen kann im Absenkbetrieb des Reinraums viel Energie eingespart werden. Dies wird oft nicht umgesetzt, da Qualitätseinbussen befürchtet werden oder technische Voraussetzungen fehlen. Da zudem über die reine Luftwechselabsenkung mit Reduzierung der elektrischen Leistungsaufnahme der Ventilatoren oft nur relativ kleine Einsparpotenziale realisiert werden können, ist diese Denkweise durchaus nachvollziehbar. Dabei bieten Konzepte auf Basis der VDI 2083-19 interessante und neue Aspekte. Ganz abgesehen von den Zielen einer ressourcenschonenden Produktion, zukünftig wahrscheinlicher CO2-Abgaben und der Notwendigkeit zur Erreichung der Klimaziele.


Denn begrenzt man während des Absenkbetriebs nicht nur die Aktivität der Ventilatoren, sondern auch die Zuführung frischer Aussenluft, so liesse sich weitaus mehr Potenzial heben. Frische Aussenluft muss geheizt, gekühlt, be- und entfeuchtet werden. Proportional zum Aussenluftvolumenstrom lässt sich hier ein Energieeinsparpotenzial gegenüber dem Normalbetrieb von über 90 Prozent realisieren. Voraussetzung hierfür wäre die Umsetzung eines Dichtheitskonzepts auf Basis der VDI 2083-19. Denn über die definierte Dichtheit nach VDI 2083-19 kombiniert mit einem schlüssigen Lüftungs- und Automatisierungskonzept, wird die Absenkung über die drastisch reduzierte Zufuhr des Aussenluftstroms nicht nur energieeffizient, sondern auch die Einhaltung definierter Grenzwerte wie z. B. der Raumdifferenzdruck sicherstellt.


«Die Umsetzung eines maximal effizienten Absenkbetriebs ist natürlich eine idealistische Vorstellung. Aber es wäre an der Zeit, dieses mögliche Einsparpotenzial zu heben. Dabei sollten vor allem althergebrachte Auslegungskriterien wie beispielsweise die prozentuale Festlegung des Aussenluftvolumenstroms am Gesamtluftstrom hinterfragt werden. Ein neuer Blick auf den Absenkbetrieb in der Reinraumtechnik kann gegebenenfalls viel bewirken», so Dipl.-Ing. (FH) Michael Kuhn, Leiter des STZ EURO. «Zudem lässt sich mittels einer digitalen Anlagensimulation die potenzielle Einsparung und die Betriebssicherheit bereits in der Konzeptphase aufzeigen und optimieren.


Weitere Informationen
www.stz-euro.de


Kontak
STZ EURO Steinbeis-Transferzentrum
Energie-, Umwelt- und Reinraumtechnik
Dipl.-Ing.(FH) M. Kuhn
Badstrasse 24 a
D-77652 Offenburg
Tel: +49-781-203547-00
Fax: +49-781-203547-99

Alle News






Schilling-Engineering_Banner_120x60

Banner_LifeScience_120x60px_180423


Hotec_Systems_klein

Final Opragon CC Report

SKAN_PureSolutions_Banner