Die reinste Idylle – jetzt mit mehr Reinraum für die Fertigung sensibler Antriebe und Komponenten in der Nähe: Kapazitätserweiterung um 80 Prozent in Niagara Falls. (Bild: Adpic)

80 Prozent Reinraumkapazität mehr für Zukunftstechnologien

Das US-amerikanische Unternehmen Moog, ein weltweit tätiger Entwickler, Hersteller und Systemintegrator von hochleistungsfähigen Präzisionsantrieben, Fluidsteuerungen und Steuerungssystemen, erhöht seine Reinraumkapazität am Standort Niagara Falls um mehr als 80 Prozent – insbesondere für Antriebe im Bereich der Raumfahrt.

Die Herstellung empfindlicher Komponenten für Raketen, Raumfahrzeuge und Flugzeugtriebwerke sowie ihre Prüfung und Herstellung muss in kontrollierten Umgebungen stattfinden. Dies schliesst Partikel-, Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle ein. Selbst mikroskopisch kleine Verunreinigungen könnten schliesslich zur Funktionsunfähigkeit führen, zu Funktionsausfällen im All, zu Flugzeugabstützen oder zum Versagen militärischer Abwehrsysteme. So stellen Luft-, Weltraum- und Wehrtechnik wichtige Zukunftsfelder für Reinraumexperten dar, wie auch jüngst Dr. Udo Gommel vom Fraunhofer IPA, Stuttgart, anlässlich des Symposiums der Schweizerischen Gesellschaft für Reinraumtechnik SwissCCS im September im «Speakers and Future Talks Corner» der Messe Ilmac in Basel betonte.

Konsequenterweise begann Moog in Niagara Falls mit dem Bau eines neuen Reinraums für Antriebskomponenten und -systeme für Satelliten und Raketen für Raumfahrt und Verteidigung. Die Reinraumkapazität des Unternehmensstandorts in Niagara Falls wird dadurch um mehr als 80 Prozent erhöht, für Moog ein Meilenstein, für die Abnehmer aus den Branchen «Weltraumforschung» und «nationale Sicherheit» ebenso.

«Dieser neue Reinraum bildet die Grundlage für den weiteren Ausbau unserer Produktionskapazitäten im Bereich Antriebstechnik und die Steigerung unserer betrieblichen Effizienz, damit wir der wachsenden Nachfrage auf dem Markt weiterhin gerecht werden können», erklärt Mike Popadick, General Manager, In-Space Propulsion.

Eine spezielle Stärke des Projekts stellen vier Hot-fire-Prüfkammern dar, in denen die Triebwerke gezündet und unter extremen Bedingungen (> 3000 °C, Druck, Vibration) Messungen durchgeführt werden können. So lassen sich schon auf der Erde weltraumpraxisnahe Daten zur Schubkraft, zum Kraftstoffdurchfluss und zu vielem mehr gewinnen und die Leistungsfähigkeit des betreffenden Triebwerks sicherstellen. Die Bauarbeiten in Niagara Falls sollen planmässig bis zum Sommer 2026 abgeschlossen sein.


Kontakt:
Moog GmbH
D-71034 Böblingen

www.moog.de

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